Das Kollegium, 4. Dezember 2008

Informationen für die Presse

Hier finden Sie allgemeine Informationen über die Schule

An der Rheinischen Förderschule Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation, Köln werden schwerhörige und gehörlose Kinder unterrichtet.

Gehörlos? Darunter kann sich jeder etwas vorstellen. „Die reden doch mit den Händen.“
Schwerhörig? „Das ist doch nicht so schlimm. Dann reden wir eben etwas lauter. Die haben doch Hörgeräte! Damit können sie doch dann hören.“

Schön, wenn es so einfach wäre. Eine Hörschädigung oder eine zentrale Wahrnehmungsstörung bei Kindern und Jugendlichen ist verbunden mit Folgeerscheinungen wie zum Beispiel sprachlichen, kognitiven, emotionalen und psycho-sozialen Beeinträchtigungen. Dies betrifft die Wahrnehmung und Verfügbarkeit von Sprache sowie das Sprechen und die Kommunikation, aber auch die Wahrnehmung und das Verstehen der sozialen und sächlichen Umwelt. Hörgeschädigte Kinder und Jugendliche haben Schwierigkeiten bei der Auffassung gesprochener Sprache und dem Verstehen von Texten. Diese Schwierigkeiten reichen individuell von absolutem Nichtverstehen trotz optimaler Hörhilfen bis hin zu normalem Sprachverständnis.

Ziel all unserer unterrichtlichen Bemühungen ist daher neben der schulischen Qualifikation die Integration der hörgeschädigten Schüler in die Gemeinschaft der Hörenden und Hörgeschädigten. Eine Integration in die Gemeinschaft der Hörenden ist aber nur dann möglich, wenn wir sie befähigen, am Kommunikationssystem der Hörenden teilzunehmen. Um dieser Verpflichtung gerecht zu werden, muss der Vermittlung von Lautsprache in unseren Klassen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dies erfordert von den Schülern ein hohes Maß an Konzentration und gelingt nur dann, wenn die Schüler Lautsprache immer wieder anwenden, ihr Gehör und das Absehen vom Munde ständig trainieren. Für eine kleinere Gruppe der Hörgeschädigten bieten wir unterstützende Gebärden oder DGS (Deutsche Gebärdensprache) an, um ein optimales Lernen zu ermöglichen.

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