2. Dezember 2007

Gemeinschaft zur Förderung hörgeschädigter Kinder Köln e.V.

Der Förderverein stellt sich vor

Vor nunmehr 8 Jahren wurden die Rhein.Schule für Gehörlose und die Rhein. Schule für Schwerhörige zu einer Hörgeschädigtenschule, der jetzigen Johann-Joseph-Gronewald-Schule zusammen gelegt. Nun ist es endlich soweit, das die eine Schule auch einen Förderverein hat, der für alle Schüler der Schule zuständig ist, die Gemeinschaft zur Förderung hörgeschädigter Kinder – Köln e.V. Es war kein leichter Weg zu diesem einen Förderverein, denn immerhin bestand die „Gemeinschaft zur Förderung gehörgeschädigter Kinder“ seit 1963. Nur ein Jahr später im Jahre 1964 wurde der „Verein der Eltern und Förderer schwerhöriger Kinder“ gegründet. Beide Vereine haben über Jahrzehnte gute Arbeit geleistet für die jeweiligen Kinder und Schüler, für die sie sich engagierten. Nur die Zeit ist nicht stehen geblieben und so musste für die ‚neue‘ Schule auch ein neuer, gemeinsamer Förderverein gefunden werden. Am besten hätte allen Beteiligten gefallen, einen ganz neuen Verein zu gründen. Dies wäre aber eine langwierigeund kostspielige Rechtssache geworden. So wurde der einfachere, wenngleich für einige auch schmerzhaftere Weg gewählt: Die „Gemeinschaft zur Förderung gehörgeschädigter Kinder“ änderte ihre Satzung soweit, dass alle hörgeschädigten Kinder, also gehörlose und schwerhörige nunmehr von einem Verein gefördert werden, was auch im geänderten Vereinsnamen sichtbar wird. Der “Verein der Eltern und Förderer schwerhöriger Kinder“ änderte seine Satzung so, dass bei einer Auflösung die Mitglieder sowie das Vereinsvermögen in die „Gemeinschaft zur Förderung hörgeschädigter Kinder – Köln e.V.“ übergeht. Dies wurde im April beschlossen, die notarielle Abwicklung konnte im November beendet werden. Der Förderverein hat eine eigene Homepage:
www.foerderverein-gronewaldschule.de
H. Enkel, Oktober 2006

Dr. Gertrud-Best-Stiftung, Stiftung zur Förderung gehörloser Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener in Köln und Umgebung

 

Die Dr. Gertrud-Best-Stiftung zur Förderung gehörloser Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener in Köln und Umgebung, genannt „Dr. Gertrud-Best-Stiftung“ verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.
Sie wurde 1996 als jüngste Kölner Hilfsorganisation für Gehörlose eingerichtet.
Die Stiftungsinitiative ging von der „Gemeinschaft zur Förderung gehörgeschädigter Kinder Köln e. V.“ aus, dem Förderverein der damaligen Rheinischen Schule für Gehörlose Köln. Das Stiftungsvermögen resultiert aus mannigfaltigen Elternaktivitäten und aus einer großzügigen Spende von Frau Dr. med. Gertrud Best, zu deren Ehren die Stiftung benannt wurde. Zweck der Stiftung ist die Förderung gehörloser Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener im Stadtgebiet Köln und Umgebung. Diese Förderung erfolgt in erster Linie durch die Tragung der angemessenen Betriebskosten des von dem Verband zur Förderung der Gehörlosen Köln und Umgebung e. V. selbständig geführten Kultur- und Bildungszentrums der Gehörlosen Köln, das sich derzeit am Lachemer Weg 22e, 50737 Köln befindet. Die dann noch verbleibenden jährlichen Stiftungserträge sollen vornehmlich dafür verwandt werden, die soziale und berufliche Eingliederung gehörloser Jugendlicher und junger Erwachsener aus Köln und Umgebung in die hörende sowie gehörlose Gesellschaft zu ermöglichen und zu erleichtern.
Besondere Initiativen sind neben der Unterstützung des „Kultur- und Bildungszentrums der Gehörlosen Köln:

  • Die Veröffentlichung des „Gehörlosen Kulturkalenders Köln“ über unsere Internetseite www.gehoerlosenstiftung-best-koeln.de
  • Kulturelle Veranstaltungen (Theater, Karnevalssitzungen, Lesungen, Führungen) für Gehörlose, u. a. in Zusammenarbeit mit den Bühnen der Stadt Köln und der Stiftung Verein Taubstummenhilfe .
  • Weiterbildungsangebote für gehörlose Jugendliche, u. a. das Angebot eines Internet-Cafes und eines Deutschkurses.

Zur Historie: Seit 1964 besteht die „Gemeinschaft zur Förderung gehörgeschädigter Kinder Köln e.V.“, der Schulförderverein der damaligen Rheinischen Schule für Gehörlose Köln. Der Verein hatte sich gegründet mit dem Ziel, die Interessen gehörgeschädigter Kinder mit Nachdruck gebenüber der Öffentlichkeit und den für die Ausbildung zuständigen Stellen zu vertreten. Er war von jeher getragen von der hohen Bereitschaft zum persönlichen ehrenamtlichen Engagement.
Anfang der 70er Jahre begann innerhalb des Vereins eine Diskussion darüber, dass bedauerlicherweise im Großraum Köln für die gehörlosen Jugendlichen und Erwachsenen eine Stätte der Begegnung fehlt.
Die Tatsache, dass eine entsprechende Einrichtung in Köln fehlte, wurde als großer Mangel empfunden, weil diese sozialen Einrichtungen erfahrungsgemäß eine große Bedeutung für die Welt der Gehörlosen haben.
Sie werden genutzt, um in der Schule geschlossene Freundschaften weiter zu pflegen, neue Freundschaften mit Schicksalsgenossen zu schließen, für Fort- und Weiterbildung, dienen als Büros für Vereine.
Ein mühseliger und leider zunächst erfolgloser Ansatz, kommunale, kirchliche oder andere Institutionen zu finden, die das Vorhaben des „Schulfördervereins“ unterstützen sollten, eine Kultur- und Bildungsstätte zu errichten und mit Leben zu füllen, schlug fehl.
Da die finanziellen Mittel des Vereins nicht ausreichten, eine dauerhafte Lösung des Problems zu finanzieren, trat erst eine Wandlung ein, als Frau Dr. Best, geb. Helbach über Verwandte, deren Tochter die Rheinische Schule für Gehörlose Köln besuchte, von dem Vorhaben erfuhr und sich spontan dazu entschloss, ein wertvolles, innerstädtisches Grundstück zur Verfügung zu stellen. Hierauf – so war der ursprüngliche Plan – sollte das ersehnte Zentrum entstehen. Da aber die dauerhafte Finanzierung der Unterhaltskosten nicht gesichert werden konnte, entschloss man sich, das Grundstück zu verkaufen, und den Gegenwert als Grundstock in die 1996 genehmigte „Dr. Gertrud-Best-Stiftung“ einzubringen.
Diese trägt nunmehr in von der Stadt Köln angemieteten Räume, in Köln-Weidenpesch, das „Kultur- und Bildungszentrum der Gehörlosen Köln“, welches von Gehörlosen eigenverantwortlich organisiert und betrieben wird und den erwarteten Zuspruch findet.

Dr. Gertrud-Best-Stiftung
Hildegard Enkel

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