Judith Christianus, 21. Juli 2010

Textilgestaltung

Das Handarbeitsfach zwischen Kunst und Hauswirtschaft

Gern wird dieses Unterrichtsfach belächelt von Erwachsenen, den Jungen und Mädchen macht es meist viel Spaß. Wenn es doch nur manchmal schneller fertig würde!
 

Die Hände trainieren ihre Geschicklichkeit und erfahren sinnlich verschiedene Materialien.
Schneide du mal sauber dicken oder hauchzarten Stoff!
Fädle einen Faden ins Nadelöhr!
Wie war das mit Knoten und Schlingen?
Wie sticht man eine Stecknadel in den Stoff und direkt wieder heraus?

 
Der Kopf darf Ideen suchen, mit Formen, Farben und Mustern spielen.
Objekte müssen entworfen werden; ihre Gestaltung kann spontan kreiert oder gut geplant werden.
Schnittmuster und Arbeitsabläufe sind zu entwickeln.
Was ist eine Nahtzugabe? Weshalb lässt sich Wolle filzen?
Wie färbe ich grün, wenn ich nur gelb, rot und blau habe?
 
Das Auge muss die Hände leiten:
Sticht die Sticknadel an der richtigen Stelle in den Zählstoff?
Wohin platziere ich das kleine Serviettenmotiv auf dem Osterei?
Manchmal verleitet das Material zum Spielen…
 
Ein großes Dankeschön an unseren Förderverein!
So oft in den letzten Jahren hat er uns großzügig unterstützt, damit wir Filzwolle, Nadeln, Stickgarn, Nähgarn und schöne (!) Stoffe kaufen können.

Im 2. Halbjahr des Schuljahres 2009/10 haben Klasse 5/6 und 9/10 lustige und nützliche Dinge hergestellt.

Maßgeschneiderter Hauspantoffel:
am eigenen Fuß ausgemessen,
ein Schnittmuster angefertigt,
alles ordentlich zusammengenäht
und die Kanten versäubert

 

Freche Kegelfiguren:
mit Applikationen, Knöpfen, Stickereien verziert und per Hand sauber zusammengenäht;
nach wochenlanger Arbeit konnte endlich damit gespielt werden

 

Bunte Körnerkissen:
aus selbst gefärbtem Stoff entstehen kleine Kissen, die in der Mikrowelle aufgeheizt werden können, um Bauch, Nacken oder Hände zu wärmen

Lustige Schlafmasken:
entstanden als kleine, aber knifflige Übung zum Nähmaschinennähen

Verschiedene Kissen:
zum Sitzen mit Schaumstoffeinlage oder zum Kuscheln mit Füllwatte
– korrekte Nähte müssen ausgebügelt werden

 

„Die schönste Briefmarke der Welt“:
gestickt und einmalig

 

Für die Entlassfeier nähten die Großen ihr Kostüm selbst:

 


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